Service und Tipps

Hören und Verstehen.

Wir möchten Ihnen einige praktische Tipps für den Umgang mit Ihrem HörSystem vorstellen, denn die ersten Erfahrungen, die Sie machen, sind die Entscheidenden. Jeder dieser folgenden 14 Tipps ist ein Fortschritt auf dem Weg zum besseren Hören.

Der Weg dorthin wird stellenweise mühsam sein, doch Sie werden schnell feststellen, dass sich diese kleinen Mühen lohnen werden.

Das verbesserte Sprachverstehen kann Ihnen zu neuem Selbstvertrauen verhelfen; zu erhöhter Sicherheit und zu vermindertem Stress führen. Kurz gesagt, das HörSystem verbessert langfristig Ihre Lebensqualität.

 

Tipp 1

Meiden Sie anfänglich Situationen mit vielen unterschiedlichen Schallquellen, da es zu akustischen Irritationen kommen kann.

Sammeln Sie Ihre ersten Erfahrungen mit dem HörSystem in vertrauter Umgebung, wie zum Beispiel zu Hause. Versuchen Sie die ersten Gespräche mit nur einer Person in ruhiger Umgebung zu führen. Nach und nach können Sie sich dann in schwierigere Situationen begeben.

Vermeiden Sie in den ersten Tagen Orte mit lauten Umgebungsgeräuschen, wie z.B.: Kinos, Theater, Restaurants oder Veranstaltungen mit vielen Personen.


Tipp 2

Steigern Sie die Tragedauer langsam. Am ersten Tag sollten Sie Ihr HörSystem nicht länger als ca. 1 bis 3 Stunden tragen. Steigern Sie die Tragezeit täglich. Nach ein paar Wochen sollten Sie das Ziel erreicht haben und das HörSystem den ganzen Tag tragen.

Nur wer sein HörSystem konsequent trägt, wird es nicht mehr als Fremdkörper empfinden und kann seine Vorteile voll genießen.


Tipp 3

Lernen Sie, die Lautstärkeregelung zu beherrschen. Stellen Sie die Lautstärke so ein, dass Sie einem Gespräch mühelos folgen können und dabei die Lautstärke als angenehm empfinden.

Versuchen Sie nicht, leise Stimmen aus größerer Entfernung zu verstehen, das können auch Normalhörende nicht. Gewöhnlich ist eine Unterhaltung aus einer Entfernung von 2 bis 3 Metern zu verstehen. Scheuen Sie sich nicht Partner, Kinder oder Bekannte nach deren Höreindrücken zu fragen, z.B. ob Lautstärken angenehm oder etwa zu laut oder zu leise sind. So können Sie lernen die Lautstärke wieder einzuschätzen.

 

Tipp 4

Anfänglich werden HörSysteme oft als Fremdkörper empfunden, was sich aber nach einiger Tragezeit ändern wird. Während der Eingewöhnungsphase können die viele neue Höreindrücke müde oder auch nervös machen.

Gönnen Sie sich Entspannungsphasen, machen Sie ruhig öfters Hörpausen. Die Gewöhnung läßt sich trainieren, aber nicht erzwingen. Eine wesentliche Bedeutung hat Ihre positive Einstellung und Ihr Wille, wieder besser hören und verstehen zu wollen.

 

Tipp 5

Selbst mit HörSystemen ist es notwendig, bewusst und gezielt zuzuhören, nur so läßt sich Gewünschtes verstehen und Unerwünschtes überhören, speziell in lärmvollen Situationen.

Bedenken Sie, dass sich auch normal hörende Menschen anstrengen müssen, um in geräuschvoller Umgebung genau verstehen zu können. Durch HörSysteme kann auch das Hören der eigene Stimme in Lautstärke und Klang verändert werden, was Sie als Phänomen von Anrufbeantwortern oder Diktiergeräten kennen. Zur Kontrolle der eigenen Aussprache sollten Sie sich selbst gut hören können, um so gegebenenfalls Ihre Artikulation oder Lautstärke anzugleichen.


Tipp 6

Der Normalhörende ist in der Lage Störgeräusche zu überhören, indem er sich auf das konzentriert, was er hören möchte. Diese Eigenschaft geht verloren, wenn man über einen längeren Zeitraum schlechter hört. Mit den HörSystemen nehmen Sie wieder Geräusche war, die Sie nicht mehr bewußt gehört haben.

Die Fähigkeit unerwünschte Geräusche zu überhören, können Sie wieder erlernen, indem Sie sich inmitten von Nebengeräuschen bewußt auf jene Geräusche konzentrieren, die Sie hören möchten. Versuchen Sie dabei die übrigen Geräusche zu überhören und haben Sie Geduld mit sich, nach einiger Zeit wird sich Ihr selektives Hören wieder verbessern.


Tipp 7

Selbst Normalhörende haben Probleme mit dem Verstehen, wenn mehrere Personen durcheinander sprechen.

Versuchen Sie sich deshalb auf die sprechende Person zu konzentrieren, schauen Sie ihr ruhig auf den Mund und verkürzen Sie, wenn möglich die Entfernung oder setzen Sie sich so, dass Ihr besseres Ohr dem Redner zugewandt ist.


Tipp 8

Theater, Versammlungsräume und ähnliche Orte können für HörSystemeträger Probleme mit sich bringen. Sie sollten sich auf einen Platz setzen, an dem die akustischen Verhältnisse am besten sind, z.B. vorne in der Mitte – mit etwas Abstand vom Redner.

Viele öffentliche Gebäude verfügen außerdem über spezielle technische Einrichtungen, die den HörSystemeträgern das Hören und Verstehen erleichtern. Über eine Ringleitung wird der Ton direkt ins HörSystem übertragen, wenn das HörSystem in Stellung T (Telefonspule) eingestellt ist. Ein Anruf vor dem Besuch schafft hier Klarheit, ob eine Ringleitung vorhanden ist, um unbeschwert an Veranstaltungen teilnehmen zu können.


Tipp 9

Radio und Fernsehen – da hilft meist der Einsatz von speziellen Zusatzgeräten. Einige Schauspieler sprechen mit Akzent, die Dialoge werden mit Musik untermalt und Nachrichtensprecher reden oft sehr schnell. Synchronisierte Filme erschweren das „Lippenlesen“. Versuchen Sie deshalb nicht jedes Wort zu verstehen.

Konzentrieren Sie sich dabei auf den Gesamtzusammenhang und schon können Sie nach einiger Zeit der Handlung ohne größere Anstrengung folgen. Probleme beim Fernsehen können außerdem durch lauter ausgestrahlte Werbesendungen entstehen. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren.


Tipp 10

Beim Telefonieren bereiten besonders schnurlose Telefone und Handys Probleme. Bei einigen Geräten kann es passieren, dass Störgeräusche (Brummen) auftreten, die nicht zu verhindern sind. Der Abstand vom Telefonhörer zum Ohr ist hierbei besonders zu beachten.

Bei Im-Ohr-Geräten kann es zu einer akustischen Rückkopplung kommen, wenn der Telefonhörer direkt auf die Ohrmuschel gehalten wird. Bei Hinter-dem-Ohr-Geräten sollte der Telefonhörer weiter oben an die Ohrmuschel gehalten werden, da der Gehörgang durch die Otoplastik verschlossen ist.

Tipp 11

Schützen Sie ihr HörSystem vor direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen und vor Feuchtigkeit. Nehmen Sie Ihr HörSystem vor dem Waschen und beim Friseur aus dem Ohr. Sollten Sie stark schwitzen, so empfehlen wir die regelmäßige Anwendung eines Trockensystems. Vermeiden Sie das Herunterfallen des HörSystems auf harten Boden.

Bewahren Sie Ihr HörSystem außerhalb der Reichweite von Kindern und Hunden auf. Haarspray kann den Lautstärkeregler und die Mikrofonöffnung verkleben.


Tipp 12

Sie sollten Ihre Ohrpassstücke immer gründlich reinigen. Durch mangelnde Hygiene kann es zu Hautreizungen und Ekzembildungen im Gehörgang kommen. Mit Ohrenschmalz verstopfte Ohrpassstücke und Hörgeräte beeinflussen das Hören und im Extremfall wirkt das HörSystem wie ausgeschaltet.


Tipp 13

Nur eine regelmäßige Kontrolle des HörSystems sichert den Hörerfolg und Tragekomfort.

Durch Wachstum der Ohrmuschel müssen die Ohrpassstücke von Zeit zu Zeit erneuert werden, bei Erwachsenen in der Regel nach 1-2 Jahren und bei Kindern manchmal schon nach einigen Monaten. Der Schlauch wird durch Schweiß, Cerumendampf und andere Substanzen hart, brüchig und unansehlich, dies führt zu einer schlechteren Übertragungsqualität, mangelhaftem Sitz und Rückkopplungspfeifen. Er sollte deshalb regelmäßig alle drei Monate ausgewechselt werden.


Tipp 14

Falls Sie Fragen oder Probleme mit Ihrem HörSystem haben, dann scheuen Sie sich nicht in eine unserer Filialen zu kommen. Wir helfen und unterstützen Sie gerne.

Ihr HÖR-STUDIO BRODBECK Team